Josefine Ott erhielt 1868 die Konzession in Krems für eine Mädchenschule[1] und eröffnete im selben Jahr eine private „Töchterschule“ mit sechs Schulstufen. Unterrichtet wurden zunächst Deutsch, Rechnen, Geografie, Geschichte, Naturwissenschaften, Literatur und Handarbeiten. Unterricht in Englisch, Zeichen und Musik konnte ebenfalls bei Bedarf in Anspruch genommen werden.[2] 1869 berichtete das „Kremser Wochenblatt“ über die abgehaltenen Prüfungen der ersten beiden Jahrgänge: „Wir müssen gestehen, dass wir von den ausgezeichneten Leistungen der Schülerinnen sehr überrascht waren, und diese Töchterschule den Namen einer Musterschule verdient, der wir das beste Gedeihen wünschen können.“[3] Josefine Ott erhielt Subvention der Stadt Krems und führte die Schule bis 1873,[4] die Gründe der Aufgabe sind nicht bekannt.
(Dagmar Engel)

[1] https://anno.onb.ac.at/cgi-content/annoshow?call=kwz|18680822|4|100.0|0&hash=000cd256
[2] https://anno.onb.ac.at/cgi-content/annoshow?call=kwz|18680829|7|100.0|0&hash=000837e1
[3] https://anno.onb.ac.at/cgi-content/annoshow?call=kwz|18690731|2|100.0|0&hash=001155e4
[4] https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=kwz&datum=18720907&query=%22Josefine+Ott%22&ref=anno-search&seite=3

Josefine Ott
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