(Foto: museumkrems)

Jenny (Johanna) Dirnböck-Schulz (Ps. J. Böck, Köbn (Kölen) v. (auf/von) d. Ried, J. Bruck)
Lehrerin, Schriftstellerin, Journalistin

Geboren in Nikolsburg, Mähren (Mikulov, Tschechien) am 4.11.1850. Vater: Franz Dirnböck, Regierungsrat; Mutter: Clementine Rosinger. Sie war während des Bestehens der privaten Mädchenschule von Josephine Ott in Krems zwischen 1869 und ab 1873 dort Lehrerin und arbeitete danach als Lehrerin in Ottakring, Wien. Mitarbeit an der „Österreichischen Volks-Zeitung“ und an mehreren ausländischen Blättern. Mehrere Beiträge in der von Marianne Nigg herausgegebenen Zeitschrift „Frauen-Werke. Österreichische Zeitschrift zur Förderung und Vertretung der Frauenbestrebungen in Schule, Haus und Öffentlichkeit“.
Ihre 1883 erschienene Erzählung „Die Emancipierte“ erhielt den ersten Preis der „Internationalen Revue“. In der Folge trat Dirnböck-Schulz mit historischen Romanen in Erscheinung. Der Roman „Favianis“ (1895) erschien als Festausgabe zum 900-jährigem Stadtjubiläum der Stadt Krems. Der Roman „Der Freihof zu Ottachring“ (ca. 1900) wurde später ebenfalls in Krems verlegt. Der „Völkische Beobachter“ sieht 1941 Jenny Dirnböck-Schulzs Bücher in der Tradition der völkisch-historischen Werke der Schriftsteller Guido List, Robert Hamerling und Felix Dahn.1 Jenny Dirnböck-Schulz lebte zuletzt in Ollerbach, Niederösterreich, wo sie  am 24.7.1918 verstarb. Ihre  Grabstätte befindet sich am Friedhof Krems (Wiener Straße).

Werke: Die Emancipierte (1883), Schulmeisters Kalenderjahr (1895), Favianis. Roman aus der Zeit der Völkerwanderung (1895), Die Juwelen der Almfrau (1895), Der Bergstier (1898), Immo, der Freigelassene. Historische Erzählung (1900), Der Freihof zu Ottachring. Roman-Cyclus aus der Vergangenheit Wiens (um 1900), Die Marienritter (1906), Bauernhäuser aus dem Wienerwalde (1910), Kreuzenstein (1912), Agunta. Kulturbild aus der Keltenzeit (1915).
(Edith Blaschitz)

Quellen:
Ilse Korotin (Hg): BiografiA: Lexikon österreichischer Frauen. Wien, u.a. 2016 (L.: Brümmer 1913, Degener 1905, Eisenberg 1891, Giebisch/Pichler/Vansca 1948, Maderno 1920, Nagl/Zeidler/Castle, ÖBL, ÖNB 2002, Schmid-Bortenschlager/Schnedl-Bubenicek 1982, NFP 6.8.1918, WZ 7.8.1918);  https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=fwe&datum=18940103&query=((text:%22Jenny+Dirnb%c3%b6ck-Schulz%22))&ref=anno-search&seite=3;
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vob&datum=19411015&query=%22Jenny+Dirnb%c3%b6ck-Schulz%22&ref=anno-search&seite=2;
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=kvb&datum=18950317&query=%22Jenny+Dirnb%c3%b6ck-Schulz%22&ref=anno-search&seite=1;
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19180806&query=%22Jenny%22+%22Dirnb%c3%b6ck-Schulz%22&ref=anno-search&seite=19;

Jenny Dirnböck-Schulz

Fußnoten

  1. https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vob&datum=19411015&query=%22Jenny+Dirnb%c3%b6ck-Schulz%22&ref=anno-search&seite=2
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