Inge-Maria Grimm-Hasslinger
Kinder- und Jugendbuchautorin

Geb. Krems, NÖ, 3.9.1921, Verwandtschaften: Urgroßnichte der Gebrüder Jakob und Wilhelm Grimm. Lebenspartner, Kinder: 1949 Heirat mit Hubert Hasslinger, Journalist und niederösterreichischer Landeskulturreferent; Kinder: Roswitha (* 1952) und Claudia (* 1957), Konzertsängerin.
Ausbildungen: Matura 1939 in Prag, Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Legte in Prag die Bühnenreifeprüfung ab.
Laufbahn: Wuchs im Prager Großbürgertum auf, nach der Bühnenreifeprüfung 1944 übernahm sie zunächst die Lazarett-Betreuung mit dem Ensemble des Deutschen Theaters. In Prag war sie als freie Schriftstellerin, Schauspielerin und Märchenerzählerin tätig. 1945 wurde die Familie vertrieben und verlor ihren Besitz. 1946 begann sie als Sprecherin und Autorin beim Sender Rot-Weiß-Rot des Österreichischen Rundfunks. Sie war 28 Jahre lang bei Radio Wien tätig und schrieb Sendereihen und Hörspiele. Sie spezialisierte sich auf den Kinderfunk („Seid mucksmäuschenstill“). I.-M.G.-H. tritt mit großem Engagement für die Erhaltung der Kunst des Märchenerzählens für Kinder ein. Auch als Übersetzerin aus dem Tschechischen tätig. Gestorben 2018 in Wien.
Mitglsch.: Mitglied des niederösterreichischen Kulturservice und der AKM-LiteraMechana, 2000 Kulturpreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Biograph. Mitteilungen, Hinweise: Korrespondenz mit Susanne Blumesberger am 18.6.2001. Werke u.a.: „Jörgl, Sepp und Poldl“ (1951), „Kasperl in der Gespenstermühle. Ein lustiges Spiel in 3 Akten“ (1959), „Florian Zipfelmütz, der kühne Gartenzwerg“ (1962), „Sieben liebe Freunde“ (1964), „Die alte Mühle. Eine Geschichte vom Koboldsee“ (1977), „Geschichten vom Koboldsee“ (1978), „Rosalinde Katzenschwanz“ (1979), „Die Stadtmaus“ (1987), „Katrins Schneemann“ (1990), „Hexenbesen und Geisterspaß. Geschichten für Mutige“ (1994)

Entnommen:
BiografiA (Hg. Ilse Korotin): Lexikon österreichischer Frauen. Wien, u.a. 2016 (L.: Binder 1968, Binder 1982, Binder/Ruiss 1995, Bruckmann 2001, Giebisch/Guggitz 1964, Hladej 1968, Internationales Institut für Jugendliteratur und Leseforschung 1994, Internationales Institut für Jugendliteratur und Leseforschung 1999, Ruiss 1997, Stock 1995, www.aeiou.at).

 

Inge-Maria Grimm-Hasslinger
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