Christa Hauer-Fruhmann
Malerin und Bildhauerin

Geb. Wien, 13.3.1925, gest. St. Pölten, NÖ, 21.3.2013. Tochter der Sophie Hauer, geb. Helling und des Malers Leopold Hauer (1896–1984). Lebenspartner: 1957 Heirat mit dem Maler Johann Fruhmann (1928 –1985).
Ausbildungen: 1939 bis 1941 Studium an der Kunstgewerbeschule bei Hanschke; 1941 bis 1947 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Herbert Dimmel, Carl Fahringer und Kurt Wotruba.
Laufbahn: Hielt sich 1953–60 vorwiegend in den USA (Chicago) auf. Während Ch. H. anfänglich unter dem künstlerischen Einfluss ihres Vaters stand, prägten ab 1960 die Techniken des Action Painting ihre Malerei, dann kosmische Formen und zuletzt eine Hinwendung zur Natur. Ein besonderes Anliegen war ihr die Förderung wie auch Interessensvertretung der KünstlerInnen. Sie gründete nach ihrer Rückkehr aus den USA 1960 in Wien die „Galerie im Griechenbeisl“, die sie bis 1971 leitete und organisierte von 1964–68 das Symposion Europäischer Bildhauer in St. Margarethen im Burgenland. 1970 erwirbt sie das Schloss Lengenfeld, das sie nach der Revitalisierung für Ausstellungen, Aktionen und Feste nützt. 1973 bis 1977 Ortsbildgestaltung mit dem Architekten Günther Feuerstein und Studenten.
Ausz., Mitglsch.: 1976 Gründungsmitglied der Intakt (Internationale Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen), 1979 bis 1983 Präsidentin des BVÖ (Berufsverband bildender Künstler Österreichs), 1981 Organisation der „1. Gipfelkonferenz aller österr. Künstlervereinigungen“, Mitbegründerin der BUKO (Bundeskonferenz der bildenden Künstler Österreichs), Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 1983 bis 1992 Delegierte des österr. Nationalkomitees der IAA/AIAP (International Association of Art), 1987 Organisation des Europatreffens der IAA/AIAP in Wien, Ausstellungen der Wiener Secession, deren Mitglied sie ist. C.H. ist Mitglied der Gruppe 77, des Symposions Europäischer Bildhauer und der Galerie Stadtpark in Krems.

Entnommen:
BiografiA (Hg. Ilse Korotin): Lexikon österreichischer Frauen. Wien, u.a. 2016 (L.: Hauer 1995, Künstler (Sammler) Mäzene 1996); Wikipedia, www.aeiou.at, www.lengenfeld.gv.at).

Christa Hauer-Fruhmann