Leopoldine Weihmann (auch Weimann, Konwiczka)
im NS-Widerstand

Geb. am 14.10.1902 in Stein an der Donau als Leopoldine Schramm(e)l, geschiedene Konwiczka. Als „Bibelforscherin“ (Zeugin Jehovas) an ihrem Wohnort Wien 1939 verhaftet und 1940 ins KZ Ravensbrück verbracht. Ihr Mann Franz Konwiczka wurde ebenfalls festgenommen. Es wird berichtet, dass an ihr Knochenversuche durchgeführt wurden und sie mehrmals der Selektion zur Vergasung nur knapp entrinnen konnte. Die Mitgefangene Maria Berner berichtete, wie Maria Weihmann (Konwiczka) heimlich ausländische Sender hörte und ihre Leidensgenossinnen mit Nachrichten versorgte: „Als es einmal notwendig war, eine Post aus dem Lager zu schicken betreffend die Rettung der gelähmten Mathilde Auferbauer, wurde dies von einer Bibelforscherin zusammen mit Toni Bruha besorgt. Die Bibelforscherin Konwiczka konnte in der SS-Wohnung, in der sie aufräumte, ausländische Sender abhören und brachte immer neue Nachrichten, vor allem über den Stand an der Front, ins Lager.”(1) Am 29.4.1945 aus dem KZ Ravensbrück befreit, kehrte sie nach Wien zurück. Sie starb 1970.
(Edith Blaschitz)

Quellen:
Foto: https://www.ravensbrueckerinnen.at/wp-content/uploads/2013/04/kon2.png

https://www.ravensbrueckerinnen.at/detail.php?var=2438; https://www.ravensbrueckerinnen.at/?page_id=561; DOEW (Opferdatenbank); Neugebauer, Wolfgang: Niederösterreicherinnen im Widerstand. In: Frauenleben in Niederösterreich (Hg. Elisabeth Vavra). Weitra 2014, S. 85-89, hier S. 87.

Fußnote:
(1) https://www.ravensbrueckerinnen.at/?page_id=561

Leopoldine Weihmann
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