Anna Kaliwoda
Klavierlehrerin

Anna Kaliwoda war jahrzehntelang Klavierlehrerin in Krems. Ein „Kremser Wahrzeichen“ sei sie gewesen, schreibt Alois Pfannl rückblickend. Besonders sei sie durch ihren kurzen Haarschnitt – einen Bubikopf – den sie als erste Kremserin trug, aufgefallen. Trotzdem hätte sie nichts von einem „Mannweib“ an sich gehabt, betont Pfannl. Nur ein kleiner Absatz in Alois Pfannls Buch verweist auf die einst allseits bekannte Kremser Persönlichkeit, sie geriet in Vergessenheit.
(Edith Blaschitz)

„Fräulein Kaliwoda. Man könnte fast sagen, durch Jahrzehnte hindurch war Fräulein KALIWODA ein Kremser Wahrzeichen. Sie war eine vielbeschäftigte Klavierlehrerin, die in den ersten Familien von Krems unterrichtete. (…) Sie war klein von Gestalt, sie ging daher mit weitausholenden Männerschritten, sie war auch deshalb interessant, weil sie als einzige Kremserin schon damals kurzgeschnittenes Haar trug, heute würde man sagen, einen Bubikopf. Sie hatte aber gar nichts von einem Mannweib an sich, im Gegenteil, ihre Sprache, ihre Höflichkeit im Verkehr wirkte wie eine Erscheinung aus der Biedermeierzeit.“ (aus: Alois Pfannl: Kremser Leute. Krems 1957)

Anna Kaliwoda
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